Pilgern im Herzen der Toskana
Auf der Via Francigena von Lucca nach Siena
Auf der Via Francigena durch das Herz Italiens: Diese 8-tägige Frauenpilgerreise mit Gepäcktransport führt uns mitten durch das Herz der Toskana. Schon im Mittelalter zogen hier Reisende Richtung Rom. Heute sind es eher wir, die suchend und neugierig unterwegs sind.
Highlights im Programm
- Auf historischen Spuren auf der Via Francigena
- Die sanfte Hügellandschaft der Toskana
- Kulturelle Höhepunkte: Lucca, San Miniato, San Gimignano, Monteriggioni, Siena
- Gepäcktransport und vorgebuchte Unterkünfte für unbeschwertes Gehen
Überblick zur Reise
Pilgern ist mehr als Wandern – es ist ein Gehen mit Sinn, Schritt für Schritt durch Landschaften, Geschichte und das eigene Leben. Diese Frauenpilgerreise führt uns entlang der Via Francigena, des traditionsreichen Frankenwegs, von Lucca bis Siena mitten durch das Herz der Toskana. Schon im Mittelalter zogen hier Reisende Richtung Rom. Heute sind es eher wir, die suchend und neugierig unterwegs sind – nicht unbedingt mit religiösem Auftrag, wohl aber mit offenen Fragen und Freude am gemeinsamen Unterwegssein.
Die Toskana empfängt uns mit sanften Hügeln, Weinbergen, Olivenhainen und Zypressenalleen. Dazu die Städte, die wie Perlen am Weg liegen: Lucca mit seinen wehrhaften Mauern, San Gimignano mit den stolzen Geschlechtertürmen, Monteriggioni als fast unversehrte mittelalterliche Festung – und Siena mit dem prachtvollen Campo als fulminantem Ziel.
Geführt von einer deutschsprachigen Reiseleiterin pilgern wir in einer kleinen Frauengruppe. Gepäcktransport, Unterkünfte und Organisation sind gesichert, sodass wir uns ganz aufs Gehen und die Gemeinschaft konzentrieren können.
Du hast am meisten Freude an dieser Reise, wenn
- du gerne in Gemeinschaft wanderst
- dich die Herausforderung langer Strecken über 20 Kilometer am Stück nicht schreckt
- du täglich wechselnde Unterkünfte als bereichernd erlebst
Wichtig zu wissen
Anforderung: Die Tagesetappen dieser Pilgerreise liegen häufig zwischen 20 und 27 Kilometern, was bis zu 8 Stunden Gehzeit bedeuten kann. Wir bewegen uns überwiegend auf Naturwegen, teils auch auf kurzen Asphaltstücken. Technisch ist die Strecke nicht anspruchsvoll, doch eine solide Grundkondition ist notwendig, um auch längere Etappen mit 400–500 Höhenmetern gut zu bewältigen. Geeignetes Schuhwerk und Trittsicherheit werden vorausgesetzt. Wer regelmäßige Wanderungen gewöhnt ist und gerne mehrere Stunden pro Tag geht, ist auf dieser Reise richtig.
Vorbereitung: Damit die Freude am Pilgern überwiegt, empfehlen wir außerdem eine gewisse Vorbereitung. Ideal ist, schon einige Wochen vorher damit zu beginnen, längere Strecken von mindestens 15 Kilometern zu gehen, damit sich Körper und Ausdauer auf die Belastung einstellen können. Wichtig ist außerdem, das geplante Schuhwerk gut einzulaufen und den Tagesrucksack bei Probewanderungen zu testen. Wer sich frühzeitig an das Gehen mit Stöcken, an Trinkpausen und an das Tempo auf Naturwegen gewöhnt, wird die Tage auf der Via Francigena unbeschwerter und genussvoller erleben.
Unterkunft: Ganz im Geist einer Pilgerreise teilen wir uns immer zu zweit ein Zimmer mit zwei Betten. Die Unterkünfte sind kleinere landestypische Pensionen an der Wegstrecke. Eine genaue Liste erstellen wir, wenn die Abreise näher rückt.
Verpflegung: Im Reisepreis ist das tägliche Frühstück in den Unterkünften enthalten. Für die weiteren Mahlzeiten sorgen wir unterwegs flexibel selbst: oft bietet sich mittags ein Picknick an, das wir in kleinen Lebensmittelläden oder auf Märkten einkaufen, manchmal auch eine einfache Trattoria am Weg. Am Abend kehren wir nach Lust und Gelegenheit in regionale Restaurants ein – von bodenständiger Pilgerküche bis zu typisch toskanischen Spezialitäten. So bleibt Raum für individuelle Vorlieben und die Vielfalt der regionalen Küche. Ein gemeinsames Abendessen am letzten Abend in Siena ist im Programm vorgesehen.
Ausblick: Diese Pilgerreise ist Teil eines größeren Projekts: In den kommenden Jahren bieten wir weitere Abschnitte der Via Francigena an, sodass wir Stück für Stück den gesamten Weg bis Rom erwandern können.
Pilgern individuell: Für Frauen, die lieber ohne eine Gruppe pilgern möchten, erstellen wir auch individuelle Angebote. Dazu gehören eine maßgeschneiderte Reiseroute, vorgebuchte Unterkünfte, Gepäcktransport und telefonischer Service vor Ort in Italien.
Was wir an dieser Reise lieben
- Erster Caffè auf der Piazza dell’Anfiteatro
- Malerische Waldwege und alte Brücken in den Cerbaie
- Weite Blicke über das Elsa-Tal und Rast an romanischen Kirchen
- Pilgerinnenspuren zwischen Klöstern, Thermen und stillen Dörfern
Ruf uns gerne an:
+49 (0) 30 2000 520 30
(Mo-Fr: 10 – 17 Uhr)
Oder schau in unsere FAQ
Tagesprogramm
alle Tage ausklappen1. Tag: Ankunft in Lucca
Wir treffen uns in der charmanten Stadt Lucca, berühmt für ihre fast vollständig erhaltene Stadtmauer, die heute als ein Spazierweg um die Altstadt herum dient. Am Abend begrüßt uns unsere Reiseleiterin im Hotel, wir lernen die Gruppe kennen und besprechen die kommenden Tage. Wer früh ankommt, kann schon die Piazza dell’Anfiteatro oder die Kirchen von Lucca erkunden.
- Unterkunft: Übernachtung in Lucca

2. Tag: Lucca – Altopascio – Galleno
Am Vormittag bleibt Zeit für Lucca – vielleicht für einen Bummel auf der Mauer oder durch die engen Gassen mit den kleinen Cafés. Mit dem Zug fahren wir nach Altopascio, einer Stadt, die im Mittelalter als wichtiger Pilgerstützpunkt bekannt war. Von dort starten wir zu Fuß: eine kurze Etappe zum Ankommen, durch die typische, toskanische Landschaft mit ihren sanften Hügeln, bis ins kleine Dorf Galleno. Dort übernachten wir und stimmen uns auf die kommenden längeren Wandertage ein.
Strecke: von Lucca nach Altopascio mit dem Zug. Länge: 8 km
Schwierigkeitsgrad: leicht / aufwärts 35 m abwärts 7
- Verpflegung: F, -, -
- Unterkunft: Übernachtung in Galleno
3. Tag: Galleno – San Miniato
Wir wandern durch die wilde und oft einsame Cerbaie, ein bewaldetes Gebiet mit ursprünglichem Charakter, und erreichen die Medici-Brücke von Ponte a Cappiano. Weiter geht es durch Italiens größtens Binnensumpfgebiet, die fruchtbare Ebene bei Fucecchio, wo wir den Arno überqueren. Schließlich führt uns die antike Via Francigena hinauf nach San Miniato, das auf einem Hügel thront. Die Stadt ist bekannt für ihre weißen Trüffel und bietet ein wunderschönes historisches Zentrum.
Strecke: Länge: 21 km
Schwierigkeitsgrad: mittel / aufwärts 231 m abwärts 119 m
- Verpflegung: F, -, -
- Unterkunft: Übernachtung in San Miniato

4. Tag: San Miniato – Gambassi
Die heutige Etappe ist die lang und auch körperlich fordernd, aber eine der eindrucksvollsten. Wir wandern über Hügelkämme mit weitem Blick ins Elsa-Tal und passieren romanische Kirchen wie die Pieve di Coiano und Santa Maria a Chianni. Am Ende erreichen wir Gambassi Terme, wo die antiken Thermen seit Jahrhunderten für Erholung sorgen.
Strecke: Länge: 23.9 km
Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll / aufwärts 417 m abwärts 253 m
- Verpflegung: F, -, -
- Unterkunft: Übernachtung in Gambassi
5. Tag: Gambassi – San Gimignano
Nach den langen Kilometern gestern ist diese Etappe kürzer, aber nicht weniger reizvoll. Wir besuchen die Wallfahrtskirche von Pancole, sehen das Kloster Pieve di Cellole und genießen die Panoramawege. Am Nachmittag erreichen wir San Gimignano, die „Stadt der Türme“. Ihr mittelalterliches Stadtbild gehört zum UNESCO-Welterbe und ist ein Höhepunkt unserer Reise.
Strecke: 13,4 km
Schwierigkeitsgrad: mittel / aufwärts 381 m abwärts 372 m
- Verpflegung: F, -, -
- Unterkunft: Übernachtung in San Gimignano

6. Tag: San Gimignano – Abbadia Isola bei Monteriggioni
Nach einem kurzen Bustransfer umgehen wir die weniger attraktive Ausfallstraße und starten in einem stillen Tal, wo wir einen Bach an einer Furt überqueren. Wir wandern durch Weinberge, Wälder und über Colle Val d’Elsa, das für seine Kristallherstellung bekannt ist. Am späten Nachmittag erreichen wir Abbadia Isola, ein ehemaliges Benediktinerkloster vor den Toren Monteriggionis.
Strecke: 26.8 km
Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll / aufwärts 425 m abwärts 539 m
- Verpflegung: F, -, -
- Unterkunft: Übernachtung in Abbadia Isola bei Monteriggioni
7. Tag: Abbadia Isola bei Monteriggioni – Siena
Heute erwartet uns ein abwechslungsreicher Pilgertag: vorbei an alten Burgen und Landhäusern, durch Wälder und über kleine Nebenwege. Wer möchte, besucht das stille Kloster San Leonardo al Lago. Schließlich erreichen wir Siena – berühmt für ihren muschelförmigen Campo-Platz und die gotische Kathedrale. Hier feiern wir unseren Abschluss bei einem gemeinsamen Abendessen.
Strecke: 25,2 km
Schwierigkeitsgrad: mittel / aufwärts 312 m abwärts 255 m
- Verpflegung: F, -, A
- Unterkunft: Übernachtung in Siena

8. Tag: Heimreise
Nach dem Frühstück individuelle Abreise oder Verlängerung. Siena ist eine Reise wert, Wer mag, bleibt noch ein wenig in dieser einzigartigen Stadt.
- Verpflegung: F, -, -
Bildergalerie
Termine und Preise
Enthaltene Leistungen
- 7 Übernachtungen in landestypischen Hotels und Pensionen (2–3 Sterne), Zweibettzimmer mit Frühstück
- Deutschsprachige Reiseleitung während der gesamten Pilgerwoche
- Gepäcktransport zwischen den Unterkünften
- Pilgerausweis (Credential) für die Via Francigena
Nicht enthaltene Leistungen
- An- und Abreise nach/von Lucca bzw. Siena
- Mittag- und Abendessen (außer das gemeinsame Abschlussessen in Siena)
- Getränke
- Eintrittsgelder für Besichtigungen und Museen
- Persönliche Ausgaben und Trinkgelder
Die Restzahlung wird erst 21 Tage vor Reisebeginn fällig. Kreditkartenzahlung ist auf Anfrage möglich!
Ruf uns gerne an:
+49 (0) 30 2000 520 30
(Mo-Fr: 10 – 17 Uhr)
Oder schau in unsere FAQ
Das sagen unsere Kundinnen
Häufig gestellte Fragen zu dieser Reise
alle FAQ ausklappenWie fit muss ich für diese Reise sein?
Unsere Tagesetappen liegen meist zwischen 20 und 27 Kilometern, das bedeutet bis zu 8 Stunden Gehzeit. Die Wege sind technisch nicht schwierig, doch Ausdauer ist gefragt – auch für Auf- und Abstiege von bis zu 400–500 Höhenmetern. Wer regelmäßig wandert und Freude daran hat, mehrere Stunden am Stück in Bewegung zu sein, wird die Reise gut bewältigen. Ein wenig Vorbereitung – längere Spaziergänge oder Wanderungen im Vorfeld – macht den Einstieg leichter.
Gibt es eine Altersbeschränkung?
Eine feste Altersgrenze gibt es nicht. Wichtig ist die körperliche Fitness und die Lust am Gehen. Unsere Gruppen sind in der Regel sehr gemischt, entscheidend ist die Bereitschaft, sich auf die Länge der Etappen und die gemeinschaftliche Pilgererfahrung einzulassen.
Wie alt sind die anderen Teilnehmerinnen?
Unsere Teilnehmerinnen sind meist Frauen zwischen Mitte 40 und Mitte 60, doch auch jüngere und ältere Frauen fühlen sich bei uns wohl. Gemeinsam ist allen die Freude am Wandern, an Italien und am Unterwegssein in einer Frauengruppe. Die Mischung macht den Reiz – jede bringt ihre eigene Geschichte und Perspektive mit, was die Reise lebendig und bereichernd macht.
Was soll ich einpacken?
- Kleiner Tagesrucksack
- Wanderschuhe mit guter Profilsohle
- Sandalen
- Trinkflasche, Proviantdose (hilft Plastik sparen)
- Zweckmäßige Bekleidung (T-Shirts, evtl. Wanderhose, Wandersocken)
- Zusatzbekleidung (Pullover, Halstuch, Fleece)
- Regenjacke
- Badezeug (Badehandtuch & Co.)
- Mückenschutz
- Druckpflaster gegen Blasen
- Sonnenschutz (Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Sonnencreme)








