Frauenreisen auf den Kapverden

Reisen für Frauen in der Inselrepublik vor Afrika

Schon mal (von) „Morna“ gehört? Die traditionelle Musik der Kapverden ist weltweit bekannt geworden durch Cesária Évora – heute gilt sie als rhythmischer Herzschlag des vulkanischen Inselstaats vor der Nordwestküste Afrikas.

Apropos Rhythmus: Manchmal braucht es genau diesen, um anzukommen – die Füße im Atlantik, schöne Klänge im Ohr und eine Gruppe neugieriger Frauen, die gemeinsam unterwegs sind. Willkommen auf Cabo Verde, wo die Uhren ein bisschen langsamer ticken und das Leben seinen ganz eigenen Takt findet. Auf unserer Reise für Entdeckerinnen hüpfen wir mit ganz viel Zeit im Gepäck von Nord nach Süd über vier ganz unterschiedliche Inseln: von der kargen Schönheit der Wüsteninsel São Vicente über die grünen Bergwelten von Santo Antão bis hin zur spektakulären Vulkanlandschaft von Fogo und dem ursprünglich-afrikanisch geprägten Santiago.

Wir wandern in kleinen Etappen entlang dramatischer Steilküsten, probieren uns durch kapverdisches Soulfood, versuchen uns im Batuku-Tanzen, treffen tolle Frauen zum Austausch und zu Workshops und lassen an den paradiesischen Stränden rund 500 Kilometer vor der westafrikanischen Küste die Zeit vergessen.

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Wandern | Kapverden

Kapverden Inselhüpfen für Entdeckerinnen Eine Frauenreise zu Vulkanen, Musik und spannenden Frauen

  • Vier kontrastreiche Inseln entdecken
  • Wanderungen an Steilküsten, über Vulkanpfade bis ins tropisch-grüne Paul-Tal
  • Musikstadt Mindelo, Cesária-Évora-Museum, Literaturprojekt in São Filipe
  • Kleine, persönliche Frauengruppe mit erfahrener deutschsprachiger Reiseleitung

Nächste Reisetermine:
08.11.2026 - 21.11.2026
18.04.2027 - 30.04.2027

14 Tage
ab 2.650 Euro

Praktische Reiseinformationen für Frauenreisen auf die Kapverden

Kultur auf den Kapverden

Die Kultur der Kapverden ist ein faszinierendes Potpourri aus afrikanischen, portugiesischen und brasilianischen Einflüssen – entstanden aus Geschichte(n), Migration und der besonderen geografischen Lage mitten im Atlantik. Diese Vielfalt zeigt sich überall: in der Sprache, in den Traditionen und vor allem in der Musik. Weltweit bekannt ist vor allem die melancholische Musikrichtung „Morna“ – und das ist nicht zuletzt der „Königin der Morna“, Cesária Évora, zu verdanken. Ihre Lieder erzählen von Sehnsucht, Weite und dem Leben zwischen Aufbruch und Ankommen. Im spannenden Kontrast dazu steht der kraftvolle Batuku: ein Zusammenspiel aus Trommeln, Gesang und Tanz – lebendig, rhythmisch und traditionell von Frauen getragen. Musik ist auf den Kapverden allgegenwärtig. Feste, spontane Konzerte, gemeinsames Tanzen und Essen entstehen oft ganz nebenbei und spiegeln die enge Gemeinschaft sowie die berühmte „Morabeza“ wider – in Orten wie Mindelo auf São Vicente entstehen so oft ganz ungeplant kleine Musikabende. Jemand bringt eine Gitarre mit, andere stimmen ein, und plötzlich wird aus einem Abend unter Nachbar:innen und Besucher:innen ein kleines Konzert.

Frauenrechte und Gleichstellung auf den Kapverden

Die Kapverden gelten im afrikanischen Vergleich als eines der fortschrittlicheren Länder in Bezug auf Gleichstellung. Frauen sind in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens präsent – sie arbeiten, gründen Unternehmen, engagieren sich sozial und prägen die Kultur aktiv mit. Gerade im Alltag sind Frauen oft tragende Säulen der Gesellschaft: Sie organisieren Familien, führen kleine Geschäfte, arbeiten im Tourismus oder initiieren lokale Projekte. Viele Begegnungen auf Reisen zeigen, wie selbstverständlich Frauen Verantwortung übernehmen und ihre Stimmen einbringen. Gleichzeitig gibt es – wie überall – noch Herausforderungen, etwa bei wirtschaftlicher Gleichstellung oder politischer Repräsentation. Doch Initiativen und Bildungsprogramme setzen sich zunehmend dafür ein, Frauen weiter zu stärken und Chancen auszubauen.

LGBTQ+ auf den Kapverden

Im westafrikanischen Kontext gelten die Kapverden als vergleichsweise offen und tolerant und überdies als eines der LGBTQ+-freundlichsten Länder des Kontinents. Homosexualität ist legal, und in urbaneren Regionen wie São Vicente – insbesondere in der lebendigen Stadt Mindelo – ist eine größere gesellschaftliche Akzeptanz spürbar. Dennoch bleibt das Thema vielerorts eher privat. Öffentliche Sichtbarkeit und organisierte Community-Strukturen sind noch im Aufbau, und außerhalb der Städte kann die Haltung konservativer sein. Reisende erleben die Kapverden insgesamt als entspannt und respektvoll, solange man sich – wie überall – sensibel und respektvoll gegenüber lokalen Gepflogenheiten verhält.

Wetter & Klima

Die Kapverden, der Inselstaat im Atlantik, verwöhnen Reisende das ganze Jahr über mit einem angenehm milden, trockenen Klima und vielen Sonnenstunden. Die Temperaturen bewegen sich meist zwischen 22 und 30 Grad – ideal für alle, die Wärme ohne extreme Hitze suchen. Typisch für die Inseln ist der stetige Wind, der nicht nur für eine frische Brise sorgt, sondern die Kapverden auch zu einem beliebten Ziel für Wandersleute und Wassersportler:innen machen. Jede Insel erzählt zudem ihre eigene Geschichte: von karg-vulkanischen Formationen über weite, trockene Ebenen bis hin zu überraschend grünen Tälern und bergigen Regionen. Genau diese Vielfalt macht den Reiz der  Kapverden aus – und jede Etappe der Reise zu einem neuen kleinen Perspektivwechsel.

Lokale Küche

Die Küche der Kapverden ist bodenständig, aromatisch vielseitig und eng mit dem Meer verbunden. Frischer Fisch und Meeresfrüchte stehen deshalb fast überall auf der Speisekarte – und werden oft mit Mais, Bohnen, Süßkartoffeln und saisonalem Gemüse zu herzhaften Eintöpfen kombiniert. Cachupa, das Nationalgericht der Inseln, ist ein langsam gekochter Eintopf aus Mais, Bohnen, Gemüse und Fisch oder Fleisch, der oft über Stunden hinweg zubereitet wird. Am nächsten Tag wird die „Cachupa refogada“ angebraten und zum Frühstück serviert – herzhaft, sättigend und ein echtes Stück kapverdischer Alltagskultur. Häufig wird gemeinsam gegessen, sei es in der Familie, unter Nachbar:innen oder bei spontanen Zusammenkünften. Gerade Frauen spielen dabei oft eine zentrale Rolle: Sie bewahren Rezepte, geben Wissen weiter und gestalten die Esskultur aktiv mit. 

Sicherheit

Die Kapverden sind allgemein ein sicheres Reiseziel. Gewaltkriminalität ist selten, dennoch empfiehlt sich wie überall ein achtsamer Umgang mit Wertsachen, besonders in größeren Orten oder an belebten Stränden. Für Reisende, auch allein reisende Frauen, wird das Land überwiegend als angenehm und unkompliziert beschrieben.

Aktuelle Hinweise: Auswärtiges Amt (Cabo Verde).

Gesundheitsvorsorge

Für Reisen auf die Kapverden sind keine speziellen Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Empfehlenswert sind jedoch Standardimpfungen wie Tetanus, Hepatitis A und ggf. Typhus. Die medizinische Versorgung ist in den Städten grundsätzlich vorhanden, auf abgelegenen Inseln jedoch eingeschränkt – eine gute Reiseversicherung wird empfohlen.

Weitere Informationen: Auswärtiges Amt (Cabo Verde).

 Alles rund ums Geld

Die Landeswährung ist der Kap-Verde-Escudo. In Hotels, größeren Restaurants und touristischen Einrichtungen werden oft auch Euro akzeptiert. Bargeld ist dennoch wichtig, insbesondere auf kleineren Inseln. Geldautomaten sind in Städten verfügbar, können auf abgelegenen Inseln jedoch begrenzt sein.

Strom & Internet

Die Stromversorgung ist stabil, es werden Steckdosen vom Typ C und F (wie in Europa) verwendet. Internet ist in Hotels und Städten meist verfügbar, allerdings nicht überall schnell oder stabil. Besonders auf kleineren Inseln kann die Verbindung schwanken – ideal für alle, die bewusst etwas digital entschleunigen möchten.

Visum & Einreise

Für viele europäische Staatsbürger ist die Einreise auf die Kapverden unkompliziert. In der Regel ist eine vorherige Onlineregistrierung (Entry Tax / Airport Security Fee) erforderlich, die vor oder bei Ankunft bezahlt wird. Ein Visum ist für kurze touristische Aufenthalte meist nicht notwendig, sollte aber je nach Nationalität vorab geprüft werden.

Aktuelle Bestimmungen: Auswärtiges Amt (Cabo Verde).