Kultur- und Rundreise • Armenien • Von Jerewan quer durchs Land

Im Land der Aprikosen

Begegnung, Bewegung und Einblicke zwischen Ararat und Kaukasus

Armenien ist ein leises Land und hat doch so viele Stimmen. Wir hören sie bei einem Chor im Felsenkloster Geghard, bei Künstlerinnen in Jerewan, einer Winzerin in Vayots Dzor und bei Frauen, die sich im Süden des Landes für mehr wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilhabe einsetzen. Auf unserer zweiwöchigen Rundreise lernen wir aber auch die großen Klassiker kennen: den Sewansee, die Höhlenstadt Khndzoresk, jahrhundertealte Klöster und die erstaunlich grüne Bergwelt rund um Dilijan. Wir wandern, probieren uns durch die armenische Küche, backen Lavash und beschäftigen uns mit einer Geschichte, die bis heute nachwirkt.

Highlights im Programm

  • Frauenperspektiven in Goris, Gyumri & Jerewan
  • Wandern in der Azat-Schlucht & Dilijan
  • Tatev & Khndzoresk mit Seilbahn & Höhlendorf
  • Jerewan – Kulinarik, Geschichte & Gegenwart

Überblick zur Reise

Manche Stimmen in Armenien sind jahrhundertealt und begegnen uns in Klöstern, Handschriften und Liedern. Andere gehören Frauen, die das Armenien von heute prägen: Künstlerinnen, Unternehmerinnen, Kunsthandwerkerinnen und Frauen, die sich für mehr gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe engagieren. Auf dieser Reise wollen wir zuhören – und dabei ein Land kennenlernen, das auf erstaunlich kleinem Raum ziemlich viel zu erzählen hat.

Unsere Route führt von Jerewan durch den Süden bis nach Goris und weiter an den Sewansee und in den grünen Norden. Wir wandern durch die Azat-Schlucht und bei Dilijan, besuchen das Höhlendorf Khndzoresk, fahren mit der Seilbahn zum Kloster Tatev, backen Lavash und probieren die Weine einer armenisch-deutschen Winzerin. In Goris, Gyumri und Jerewan treffen wir Frauen und Initiativen, die uns einen persönlichen Blick auf Alltag, Kunst und gesellschaftliche Veränderungen geben.

Auch die schwierigen Kapitel der armenischen Geschichte gehören dazu. Für das Genozid-Museum und das Komitas-Museum nehmen wir uns bewusst Zeit. Gleichzeitig bleibt die Reise abwechslungsreich und gut getaktet – mit einem freien Tag in Dilijan, kulinarischen Entdeckungen in Jerewan und immer wieder Raum, Eindrücke wirken zu lassen.

Wichtig zu wissen:

Anforderung: Du brauchst für diese Reise keine besondere Kondition, solltest aber gern zu Fuß unterwegs und trittsicher sein. Unsere Wanderungen dauern etwa zwei bis drei Stunden und verlaufen teilweise auf schmalen, steinigen oder unebenen Wegen. Die längste Wanderung führt rund 8–10 Kilometer durch Wälder, dazu kommen kürzere Touren in der Azat-Schlucht und rund um das Höhlendorf Khndzoresk. Einige Klöster und Aussichtspunkte erreicht man nur über Treppen und unebene Wege. Armenien liegt größtenteils auf einem Hochplateau. Höhenunterschiede, trockene Luft und die Sonne können sich stärker bemerkbar machen, als es die reinen Kilometerzahlen vermuten lassen. 

Insgesamt ist die Rundreise landschaftlich und kulturell sehr reich, zugleich aber von langen Fahrstrecken geprägt. Die Tagesprogramme sind abwechslungsreich, das Tempo insgesamt ruhig. Sportliche Höchstleistungen sind nicht gefragt. Wichtiger sind Freude an Bewegung, Neugier und die Bereitschaft, auch einmal einen längeren Reisetag mitzumachen.

Wie wir unterwegs sind:  Wir reisen mit einem eigenen klimatisierten Kleinbus oder Bus und werden während der Rundreise von einer deutschsprachigen Reiseleitung begleitet. An den Wandertagen kommt zusätzlich eine Wanderreiseleitung dazu. Armenien ist zwar nicht groß, aber Gebirge, Schluchten und kurvenreiche Straßen sorgen dafür, dass Entfernungen etwas Zeit brauchen. An einzelnen Tagen sitzen wir vier bis fünf Stunden im Fahrzeug – allerdings immer mit Unterbrechungen für Besichtigungen oder Pausen. 

Unterkunft:  Wir wechseln während der Rundreise mehrfach den Standort. Neben mehreren Nächten in Jerewan übernachten wir in Goris, Dilijan und Gyumri sowie im Norden des Landes bei Haghpat beziehungsweise im landschaftlich schön gelegenen Avan Dzoraget. Die Häuser entsprechen einem guten landestypischen Standard, sind aber sehr unterschiedlich. Außerhalb Jerewans ist die Auswahl beispielsweise kleiner und der Stil persönlicher. 

Verpflegung: Neben dem Frühstück sind auf dieser Reise viele Mittagessen eingeschlossen. Wir essen unterwegs bei lokalen Familien, probieren Weine und lernen, wie Lavash gebacken wird. Gleich zu Beginn der Reise führt uns eine Gastro-Tour zu verschiedenen Stationen der armenischen Küche. Das Abendessen ist ganz bewusst nicht immer organisiert. Besonders in Jerewan gibt es Raum, selbst ein Restaurant auszuprobieren oder abends nur eine Kleinigkeit zu essen. Vegetarisches Essen ist grundsätzlich gut möglich. Besondere Ernährungsformen oder Allergien bitte dennoch bereits bei der Buchung angeben.

Anreise: Unsere Reise beginnt und endet in Jerewan. Der internationale Flughafen Zvartnots liegt etwa 14 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums. Der Transfer zum Hotel dauert je nach Verkehr ungefähr 30 bis 40 Minuten. Bitte buche deine Flüge erst, wenn die Durchführung der Reise gesichert ist, beziehungsweise du von uns eine entsprechende Rückmeldung erhalten hast.

Du hast am meisten Freude an der Reise, wenn …

  • du komfortables Reisen mit kultureller Tiefe schätzt und gern mehrere Tage in Jerewan verbringst.
  • du leichte Wanderungen und Naturerlebnisse magst, ohne eine klassische Wanderreise zu erwarten.
  • du neugierig auf Frauenleben, Kunst und gesellschaftliche Entwicklungen im heutigen Armenien bist.
  • du dich auf Geschichte, gutes Essen, besondere Begegnungen und auch freie Zeit gleichermaßen freust.

Was wir an dieser Reise lieben

  • Mit der Seilbahn über die Tatev -Schlucht schweben
  • Bestes Essen auf der der kulinarischen Stadtführung probieren
  • Geschichte über Kunst und Musik verstehen lernen
  • Wandern und Auszeit in Dilijans grünen Wäldern
Nächste Reisetermine:

28.05.2027 - 10.06.2027
24.09.2027 - 08.10.2027

8 bis 14 Teilnehmerinnen

Flugzeug (separat zubuchbar)

Anforderungen
3

14 Tage
ab 2.590 Euro
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+49 (0) 30 2000 520 30
(Mo-Fr: 10 – 17 Uhr)

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Tagesprogramm

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Für die Anreise nach Jerewan ab Deutschland, Österreich oder Schweiz gibt es Stand September 2026 ausschließlich Flüge, die spät abends starten und tief in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden am internationalen Flughafen Zvartnots ankommen. Unsere Zimmer in der Stadt sind daher schon in dieser Nacht für einen Checkin nach Mitternacht reserviert. Damit genügend Zeit zum Ausruhen bleibt, startet das Programm erst am Nachmittag des Folgetages - Tag 2 in unserem Programm.

Auf Anfragen unterstützen wir gerne bei der Flugbuchung.

  • Unterkunft: Hotel in Jerewan

Ankunft voraussichtlich in den frühen Morgenstunden am internationalen Flughafen Zvartnots und Transfer zu unserem Hotel in Jerewan.
--> Achtung:  Der Abflug ist dann entsprechend am Vortag. 
Wir checken direkt in die Zimmer ein und haben genügend Zeit uns auszuruhen. Das Programm startet erst am Nachmittag.

Unser erster Tag gehört Jerewan.
Zum Auftakt fahren wir gemütlich zum monumentalen Mutter-Armenien-Denkmal, von wo sich ein weiter Blick über die Stadt und bei klarem Wetter bis zum Ararat öffnet.

Danach wechseln wir von Ausblick zu Geschmack. Auf einer rund vierstündigen Gastro-Tour sind wir zu Fuß im Zentrum unterwegs und probieren uns durch die armenische Küche: Spas, die traditionelle Joghurtsuppe, gefüllte Teigtaschen, verschiedene Dolma, Kufta und zum Abschluss Gata. Zwischen den einzelnen Stationen lernen wir ganz nebenbei auch Jerewan besser kennen.

Fahrzeit: ca. 40 Min. (vom Flughafen)
Fahrstrecke: ca. 14 km
Gastro-Tour: ca. 4 h, ca. 4 km zu Fuß

  • Verpflegung: -, -, A (Food Tour)
  • Unterkunft: Hotel in Jerewan

Am Morgen fahren wir von Jerewan zum Kloster Geghard, das teilweise direkt in den Fels gebaut ist. In der besonderen Akustik der Anlage hören wir ein kurzes A-cappella-Konzert mit mittelalterlicher armenischer Musik.

Im Anschluss starten wir unsere Wanderung. Der Weg führt zunächst steil bergab über einen schmalen Pfad, der stellenweise etwas uneben ist. Danach wird das Gelände offener: Wir queren einen grasbewachsenen Höhenrücken und gehen weiter durch Wiesen und Berglandschaft. Der Abstieg verläuft anschließend gleichmäßiger, bis wir den Talboden erreichen.

Unten überqueren wir den Azat-Fluss und folgen einem einfachen Weg durch die Schlucht. Ziel ist die sogenannte „Symphonie der Steine“: eine ungewöhnliche Formation aus langen Basaltsäulen, die fast wie eine riesige natürliche Orgelwand wirkt.

Nach der Wanderung fahren wir zum Tempel von Garni, dem einzigen erhaltenen vorchristlichen Tempel Armeniens aus der griechischen Zeit. 

Am frühen Nachmittag erleben wir, wie Lavash im traditionellen Tonir gebacken wird, und dürfen uns auch selbst daran versuchen. Die Herstellung und Bedeutung des armenischen Fladenbrots gehören seit 2014 zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe. Wo immer wir traditionelles armenisches Brot oder Lavash sehen, finden wir auch meist eine Gruppe Frauen in der Nähe. Sie sind verantwortlich für die Herstellung dieses feinen, traditionellen Brotes, das viel Mühe und Koordination erfordert, bevor die Teigfladen an den Wänden des Ofens tatsächlich kleben bleiben.

Am Nachmittag fahren wir zurück nach Jerewan.

Fahrzeit: ca. 2 h
Fahrstrecke: ca. 75 km
Wanderung: ca. 8 km / 2-3 h / ca. 250 Hm

  • Verpflegung: F, M, -
  • Übernachtung: Hotel in Jerewan

Heute verlassen wir Jerewan und fahren in die Region Vayots Dzor. Unser erster Halt ist die Areni-1-Höhle. Hier wurde die bislang älteste bekannte Weinkellerei der Welt entdeckt – über 6.000 Jahre alt. Auch einer der ältesten bislang gefundenen Lederschuhe stammt aus dieser Höhle.

Anschließend erkunden wir das Tal des Arpa-Flusses – eine felsige Schlucht, die ein architektonisches Juwel birgt: das Norawank-Kloster. Als religiöses und kulturelles Zentrum im 13. Jahrhundert gilt es als eines der schönsten mittelalterlichen Bauwerke Armeniens. Der Name bedeutet „neues Kloster“.

Nicht weit entfernt besuchen wir das Krya-Weingut. Hier treffen wir die Mitgründerin Tatevik Berger-Gabrielyan und bekommen einen Einblick in die Arbeit des kleinen armenisch-deutschen Familienbetriebs. Die Trauben stammen ausschließlich aus eigenem Anbau. Natürlich probieren wir auch einige der Weine.

Am Nachmittag fahren wir weiter zu Zorats Karer, einer prähistorischen Anlage aus aufrecht stehenden Steinen, deren genaue Funktion bis heute nicht abschließend geklärt ist. Anschließend setzen wir unsere Fahrt nach Goris fort.

Fahrzeit: ca. 5 h
Fahrstrecke: ca. 260 km

  • Verpflegung: F, M, -
  • Unterkunft: Hotel in Goris

Am Morgen fahren wir zur längsten Seilbahn der Welt der „Wings of Tatev“. Mit ihr überqueren wir die tiefe Worotan-Schlucht und erreichen das abgelegen gelegene Kloster Tatev. Die Anlage stammt aus dem 10. Jahrhundert und liegt auf einem Felsplateau mit weitem Blick über die umliegende Berglandschaft.

Danach geht es weiter nach Khndzoresk. In den Felsen rund um das Dorf befinden sich zahlreiche Höhlen, die über Jahrhunderte als Wohn- und Vorratsräume genutzt wurden.

Wir unternehmen eine etwa zweistündige Wanderung durch die Schlucht und überqueren dabei eine Hängebrücke. Auf der anderen Seite liegen die alten Höhlenanlagen, Kapellen und Überreste des ehemaligen Dorfes. Der Weg ist nicht lang, aber teilweise uneben.

Zurück in Goris besuchen wir das Women’s Development Resource Center. Die NGO unterstützt Frauen in der Region Syunik mit Bildungsangeboten, beruflichen Schulungen und sozialen Projekten. Bei einem Gespräch mit einer Vertreterin erfahren wir mehr über die konkrete Arbeit des Zentrums, aktuelle Projekte und die Herausforderungen für Frauen in der Region.

Fahrzeit: ca. 2 h
Fahrstrecke: ca. 90 km
Wanderung: ca. 3 km, 1,5–2 h, ca. 200 Hm 

  • Verpflegung: F, M, - 
  • Unterkunft: Hotel in Goris

Heute liegt eine längere Fahrt vor uns. Wir verlassen Goris und fahren Richtung Norden zum Sewansee. Die Strecke führt durch sehr unterschiedliche Landschaften und gibt einen guten Eindruck von der Weite des armenischen Hochlands.

Der Sewansee liegt auf rund 1.900 Metern Höhe und gehört zu den größten Hochgebirgsseen der Region. Wir besuchen das Kloster Sewanavank, das ursprünglich auf einer Insel errichtet wurde und heute aufgrund des gesunkenen Wasserspiegels auf einer Halbinsel liegt. Von hier haben wir einen weiten Blick über den See.

Nach einer Pause am Wasser setzen wir die Fahrt nach Dilijan fort. Die Umgebung verändert sich noch einmal deutlich: Wälder und grüne Berghänge bestimmen jetzt das Bild. Am Abend unternehmen wir einen kleinen Spaziergang durch das alte Viertel mit seinen Holzhäusern und Werkstätten.

Fahrzeit: ca. 4 Std. 40 Min.
Fahrstrecke: ca. 275 km

  • Verpflegung: F, M, -
  • Unterkunft: Hotel in Diljian

Heute steht nichts auf dem Programm – und das soll auch so sein. Nach den ersten Tagen unserer Rundreise bleiben wir einen ganzen Tag in Dilijan.

Wir können durch den Ort schlendern, ein Café suchen, einen Spaziergang unternehmen oder einfach einen ruhigen Tag verbringen. Dilijan liegt mitten in einer der grünsten Regionen Armeniens und ist ein guter Ort, um für einen Tag die Wanderschuhe stehen und die Eindrücke der vergangenen Tage sacken zu lassen.

  • Verpflegung: F, -, -
  • Unterkunft: Hotel in Dilijan

Am Vormittag lernen wir zunächst Dilijan etwas genauer kennen und gehen durch das alte Zentrum mit seinen charakteristischen Holzhäusern.

Anschließend fahren wir zum Parz-See auf rund 1.350 Metern Höhe, dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung. Der Weg führt durch Laubwälder mit Birken und Eichen, über offene Wiesen und an kleinen Bächen entlang. Unterwegs öffnen sich immer wieder Ausblicke auf das Ijevan-Gebirge.

Über eine Hochwiese steigen wir schließlich hinab in das Dorf Gosh. Hier liegt das Kloster Goshavank aus dem 12. und 13. Jahrhundert, einst ein wichtiges geistiges und kulturelles Zentrum.

Danach fahren wir weiter nach Norden zu unserer Unterkunft bei Haghpat beziehungsweise Dzoraget.

Fahrzeit: ca. 2 Std. 20 Min.
Fahrstrecke: ca. 115 km
Wanderung: ca. 8 km, ca. 3 h, +270 hm / -300 hm 

  • Verpflegung: F, M, -
  • Unterkunft: Haghpat / Dzoraget

Am Vormittag besuchen wir die Klöster Haghpat und Akhtala. Haghpat gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Klosteranlagen Armeniens. Akhtala überrascht dagegen vor allem mit seinen gut erhaltenen Wandmalereien, die sich deutlich von der sonst eher zurückhaltenden armenischen Kirchenarchitektur unterscheiden.

Anschließend nehmen wir uns Zeit für einen Spaziergang durch das Dorf Haghpat. Der Ort ist klein und landwirtschaftlich geprägt, der Alltag spielt sich sichtbar draußen ab.

Zum Mittagessen sind wir bei einer lokalen Familie eingeladen. Hier geht es weniger um ein weiteres „Programm“ als um gemeinsames leckeres Essen, Gespräche und einen Einblick in das Leben auf dem Land.

Der Nachmittag ist zur freien Verfügung.

  • Verpflegung: F, M, -
  • Unterkunft: Haghpat / Dzoraget

Nach dem Frühstück fahren wir nach Gyumri, Armeniens zweitgrößter Stadt. Sie unterscheidet sich deutlich von Jerewan und hat sich viel von ihrer Architektur aus dem 19. Jahrhundert bewahrt.

Unser erster Besuch gilt dem Aslamazyan-Schwesternmuseum. Es ist das einzige Museum Armeniens, das ausschließlich dem Werk von Künstlerinnen gewidmet ist. Rund 620 Arbeiten von Mariam und Eranuhi Aslamazyan geben Einblick in das ungewöhnlich vielseitige Schaffen der beiden Schwestern.

Im Museum des städtischen Lebens in einem historischen Wohnhaus aus dem Jahr 1872 erzählen Möbel, Kleidung, Handwerk und Alltagsgegenstände davon, wie wohlhabende Familien in Gyumri im 19. und frühen 20. Jahrhundert lebten.

Zum Abschluss beschäftigen wir uns mit einer anderen Seite der Stadt und besuchen eine ehemalige Textilfabrik, die an Gyumris industrielle Vergangenheit während der Sowjetzeit erinnert.

Fahrzeit: ca. 1 h 40 min
Fahrstrecke: ca. 90 km

  • Verpflegung: F, M, -
  • Unterkunft: Hotel in Gyumri

Nach dem Frühstück verlassen wir Gyumri und fahren nach Etschmiadsin, dem religiösen Zentrum der Armenisch-Apostolischen Kirche. Die Kathedrale wurde im frühen 4. Jahrhundert gegründet und gilt als eine der ältesten christlichen Kathedralen der Welt.

Zurück in Jerewan besuchen wir das Hausmuseum von Lusik Aguletsi. Die Malerin und Ethnografin sammelte traditionelle Kleidung, Schmuck, Teppiche und Alltagsgegenstände und setzte sich intensiv mit armenischer Kultur auseinander. Bei einem kleinen Workshop gestalten wir einen traditionellen Lebensbaum aus Weizenähren.

Zum Abschluss treffen wir ihre Tochter, die als Silberschmiedin arbeitet und uns mehr über ihre Arbeit und die Tradition des armenischen Silberschmucks erzählt.

Fahrzeit: ca. 2 h 20 min
Fahrstrecke: ca. 140 km

  • Verpflegung: F, M, -
  • Unterkunft: Hotel in Jerewan

Heute nehmen wir uns Zeit für einen schwierigen, aber wichtigen Teil der armenischen Geschichte. Gemeinsam mit einer fachkundigen Führung besuchen wir die Genozid-Gedenkstätte und das dazugehörige Museum. Der Besuch vermittelt Hintergründe zum Völkermord an den Armenier:innen im Osmanischen Reich und zu seinen Folgen, die bis in die Gegenwart reichen.

Wir machen eine längere Mittagspause an einem ruhigen Ort und geben dem Gesehenen etwas Raum.

Am Nachmittag besuchen wir das Komitas-Museum. Komitas Vardapet war Komponist, Geistlicher und einer der wichtigsten Sammler armenischer Volksmusik. Er gehörte zu den armenischen Intellektuellen, die 1915 in Konstantinopel verhaftet und deportiert wurden. Er überlebte, kehrte jedoch schwer traumatisiert zurück und verbrachte seine letzten Lebensjahre in psychiatrischer Behandlung.

Das Museum erzählt seine persönliche Geschichte, vor allem aber von seiner Musik und seiner Bedeutung für das kulturelle Gedächtnis Armeniens. Historische Aufnahmen, Noten und Instrumente geben einen anderen Zugang zu einem Thema, mit dem wir uns am Vormittag auf historischer Ebene beschäftigt haben. Die Führung endet oft mit einem stillen Moment im Meditationsraum – ein Ort, der die spirituelle Tiefe dieser Musik spürbar macht.

  • Verpflegung: F, M, -
  • Unterkunft: Hotel in Jerewan

Nach dem gestrigen Blick zurück gehört dieser Tag dem kulturellen Jerewan der Gegenwart.

Am Vormittag besuchen wir das Opern- und Balletttheater, eines der bekanntesten Gebäude der Stadt. Bei einer Führung erfahren wir mehr über seine Architektur und Geschichte und werfen – soweit der laufende Theaterbetrieb es zulässt – auch einen Blick hinter die Kulissen.

Anschließend treffen wir eine armenische Künstlerin, beispielsweise im Cafesjian Center for the Arts. Im Gespräch geht es nicht nur um ihre eigene Arbeit, sondern auch darum, wie sich die Kunstszene des Landes entwickelt und welche Themen Künstlerinnen im heutigen Armenien beschäftigen. 

  • Verpflegung: F, M, -
  • Unterkunft: Hotel in Jerewan

Unser letzter voller Tag in Jerewan bleibt locker. Am Vormittag besuchen wir einen der Märkte der Stadt und haben Zeit, noch einmal in Ruhe durch die Stände zu schlendern, kleine Mitbringsel zu suchen und etwas vom Alltag in Jerewan mitzunehmen.

Wer noch Lust auf einen letzten kulturellen Programmpunkt hat, kann anschließend optional das Matenadaran besuchen. Das Museum beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen alter Handschriften und Miniaturen weltweit und gibt einen eindrucksvollen Einblick in die lange Schrift- und Wissenskultur Armeniens.

Der Nachmittag bleibt frei für eigene Entdeckungen, einen letzten Kaffee oder einfach ein wenig Zeit ohne Programm. Am Abend kommen wir noch einmal alle zusammen und lassen die Reise bei einem gemeinsamen Abschiedsessen ausklingen.

  • Verpflegung: F, -, A
  • Unterkunft: Hotel in Jerewan

Nun heißt es Abschied nehmen. Je nach Abflugzeit bleibt vielleicht noch Zeit für einen letzten armenischen Kaffee oder einen kleinen Spaziergang durch Jerewan. Anschließend fahren wir gemeinsam zum Flughafen Zvartnots und treten mit vielen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.

  • Verpflegung: F, -, -

Bildergalerie

Termine und Preise

Frühbucherinnen-Rabatt: 3 %
auf den Preis bei Buchung eines DZ oder Twin bis 4 Monate vor Reisebeginn.

Teilnehmerinnenzahl: 8 bis 14

28.05.2027 - 10.06.2027
14 Tage
Kategorie Preis p.P. EZ-Zuschlag
Halbes Zweibettzimmer 2.590 €
Doppelzimmer zur Doppelbelegung 2.590 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung 2.590 € 450 €
24.09.2027 - 08.10.2027
14 Tage
Kategorie Preis p.P. EZ-Zuschlag
Halbes Zweibettzimmer 2.590 €
Doppelzimmer zur Doppelbelegung 2.590 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung 2.590 € 450 €
  • Buchbar
  • Reise garantiert
  • Nur noch auf Anfrage
  • Ausgebucht / bereits geschlossen

Enthaltene Leistungen

  • 14 Übernachtungen im Doppel- bzw. Einzelzimmer
  • Tägliches Frühstück
  • 10 x Mittagessen
  • 1 x gemeinsames Abendessen
  • Alle Transfers und Fahrten laut Programm im klimatisierten Kleinbus bzw. Bus
  • Flughafentransfers bei An- und Abreise
  • Gastronomische Tour durch Jerewan mit verschiedenen Verkostungen
  • Weinverkostung im Krya-Weingut
  • Lavash-Workshop in Garni
  • Kreativworkshop im Lusik-Aguletsi-Museum
  • Deutschsprachige Reiseleitung während der gesamten Rundreise
  • Zusätzliche Wanderreiseleitung an den Wandertagen
  • Alle Eintrittsgelder für die im Programm genannten Sehenswürdigkeiten und Museen
  • A-cappella-Konzert im Kloster Geghard
  • Täglich Mineralwasser während der Fahrten
  • Klimaschutzbeitrag, mit dem wir von Atmosfair CDM-Gold-Standard-zertifizierte Klimaschutzprojekte unterstützen

Nicht enthaltene Leistungen

  • An- und Abreise
  • Internationaler Flug
  • Private Reiseversicherung
  • fakultative Ausflüge und Eintritte
  • Zusätzliche Mahlzeiten außerhalb des Programms
  • Trinkgelder für Reiseleiterin, Fahrer und Hotelpersonal
  • Persönliche Ausgaben
Nur 20% Anzahlung

Die Restzahlung wird erst 21 Tage vor Reisebeginn fällig. Kreditkartenzahlung ist auf Anfrage möglich!

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Ruf uns gerne an:
+49 (0) 30 2000 520 30
(Mo-Fr: 10 – 17 Uhr)

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Häufig gestellte Fragen zu dieser Reise

Armenien hat ein trockenes, ausgeprägt kontinentales Klima, gleichzeitig sorgen die großen Höhenunterschiede für deutliche regionale Unterschiede. Jerewan liegt auf rund 1.000 Metern, der Sewansee bereits auf etwa 1.900 Metern und auch viele unserer Ausflüge führen ins Bergland. Während es in der Hauptstadt angenehm warm oder auch heiß sein kann, kann es am See, in Dilijan oder am Morgen deutlich frischer werden. Die armenische Tourismusorganisation nennt Frühjahr bis Sommer als besonders geeignete Zeit für Besichtigungen und Outdooraktivitäten; auch der Herbst eignet sich gut für Rundreisen.

Für das Gepäck funktioniert deshalb am besten das Schichtenprinzip: leichte Kleidung für warme Tage, dazu Fleece oder Pullover und eine wind- und regenfeste Jacke. Sonnenschutz ist wegen der Höhenlage wichtig. Aufgrund unseres Programms gehören gute, eingelaufene Wanderschuhe und ein kleiner Tagesrucksack unbedingt ins Gepäck. Für Kirchen und Klöster empfehlen wir Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt. Ein leichtes Tuch im Tagesrucksack ist ebenfalls praktisch.

Armenien lässt sich grundsätzlich gut bereisen und gilt auch für alleinreisende Frauen als vergleichsweise unkompliziertes Reiseland. Selbst in Städten wie Jerewan ist die Alltagskriminalität eher gering.

Gleichzeitig gibt es aufgrund des langjährigen Konflikts mit Aserbaidschan derzeit eine Teilreisewarnung durch das Auswärtige Amt. Sie betrifft nur einen vergleichsweise kleinen Teil des Landes, vor allem Gebiete und einzelne Straßen unmittelbar an bzw. nahe der Grenze zu Aserbaidschan. Für den ganz überwiegenden Teil Armeniens gilt keine Reisewarnung.

Unsere örtliche Partneragentur kennt die Situation sehr gut und plant die Route entsprechend. Sollten sich Rahmenbedingungen verändern, passen wir das Programm natürlich an.

Die Hauptstadt Armeniens, Jerewan, ist inzwischen gut an europäische Drehkreuze angebunden. Am Flughafen sind unter anderem Lufthansa, Austrian Airlines, LOT, Aegean, Eurowings, Condor und weitere europäische Fluggesellschaften vertreten. Je nach Abflughafen und Saison kommen direkte Verbindungen oder Flüge mit einem Umstieg infrage. Auf Wunsch vermitteln wir passende Flüge zu den jeweils aktuellen Tarifen.